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10.10.13 17:59, kommentieren

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Wild Life

So nach knapp zwei Wochen gibt es mal wieder ein kleines Update von mir. Vorletzte Woche mussten wir zum Medical Check-Up antreten um weiter im Wohnheim bleiben zu dürfen. Wir dachten zuerst, dass wir ein klein wenig Blut abgeben und dann den Check-Up beendet hätten...Pustekuchen :D Die ganze Prozedur war im Grunde vergleichbar mit der Musterung beim Bund....Bluttest, Urintest, Röntgenbild, Hör- und Sehtest, Größe messen, wiegen und ein medizinisches Beratungsgespräch... über die Sinnhaftigkeit, den Test drei Wochen nach Einzug ins Wohnheim durchzuführen lässt sich natürlich streiten Am darauffolgenden Freitag waren in Gangnam feiern! Eine Kommilitonin hat uns auf die Gästeliste setzen lassen, sonst hätten wir circa 23 Euro Eintritt für den Club zahlen müssen...ist aber leider normal hier! Um ehrlich zu sein fanden wir das Publikum etwas anstrengend, das nächste Mal geht’s wieder nach Hongdae (Studentenviertel). Nachdem wir aus dem Club kamen wollten wir unbedingt noch eine Kleinigkeit essen, faden aber kein McDonalds oder lokale Burgerkette. Also haben wir uns in ein kleines Restaurant gesetzt und haben voller Begeisterung Hühnerfüße auf der Karte gefunden. Angeblich ist dies das schärfste Essen welches man in Korea bekommen kann. Jan und ich mussten dies natürlich probieren! (keine Ahnung was uns da geritten hat) Die Hühnerfüße waren echt scharf aber wir haben sie runterbekommen...viel ekliger war die Konsistenz, da die Füße nur aus Haut und Knorpel bestanden ...bekommt hier jemand schon vom Lesen Gänsehaut? :D In dem Moment fanden wir das alles halb so schlimm...am nächsten Morgen fragten wir uns aber schon auf was wir uns da eingelassen hatten :D Als wir morgens mit dem Taxi an der Uni ankamen hat es in Strömen geregnet. Man konnte keine 5 Meter laufen ohne gleich komplett durchnässt zu sein. Allerdings mussten wir noch irgendwie über den kompletten Campus zum Wohnheim kommen. Nachdem wir verzweifelt versucht haben von Vordach zu Vordach zu rennen und trotzdem komplett nass wurden, haben wir kurzer Hand unsere Schuhe ausgezogen, uns kleine Hütchen aus Zeitungspapier gebaut und sind durch das knöcheltiefe Wasser ins Wohnheim spaziert. Sonntags waren Jan und ich mit Jiyoung (mit der wir auch schon beim Jazz Festival waren) im Zoo von Seoul. Während einer Reptilienshow durften wir auch Schlangen in die Hand nehmen. Danach habe ich folgenden Snack gefunden. Hierbei handelt es sich um eine aufgeschnittene und frittierte Kartoffel, die anschließend in Paprika-Salz Pulver gerollt wird. Sehr lecker! Da wir das Wochenende schon mit klischeehaftem asiatischen Essen begonnen haben, wurde es auch so beendet. Auf dem Heimweg haben wir uns noch einen Becher mit gebratenen Seidenraupen gekauft. Die werden hier an vielen Straßenecken als Snack verkauft. Wir fanden die Raupen eher mäßig....es wird wohl dem einen Mal bleiben Die letzte Woche hatten wir montags Vorlesung weil die restlichen Tage das koreanische Erntedankfest (Chuseok) gefeiert wurde. Wir haben den freien Dienstag genutzt um nach Everland zu fahren, dem koreanischen Europapark. Jan und Andre sind wirklich fast jedes Fahrgeschäft gefahren, bei mir gingen nur die Achter- und Wildwasserbahnen. Alles was sich dreht, sich gleichzeitig überschlägt und von links nach rechts wackelt ist einfach nichts für mich :D In der Zwischenzeit habe ich eine Safari im Raubkatzengehege des Freizeitparks gemacht und mir eine Halloweenparade angeschaut. Das verblüffende in dem Freizeitpark war das Personal! Zu einem sind überall Mitarbeiter rumgelaufen die mit Kindern getanzt haben und zum anderen wurde jeder Gast an jeder Ecke und nach jeder Fahrt im Fahrgeschäft mit zwei winkenden Händen begrüßt. Die Motivationskurve der Mitarbeiter lies allerdings gegen Abend erkennbar nach, was sich durch ein gequältes Lächeln und unkoordiniert winkende Hände bemerkbar machte. Am nächsten Tag hatte uns Jongmoon, ein Freund von uns, zum Chuseok Fest zu sich nach Hause eingeladen. Es gab viel leckeres Essen, auf dem Bild ist eine typische Chuseok Nachspeise zu sehen. Obwohl weder Jongmoons Vater noch der Rest seiner Familie englisch sprechen konnten hatten wir einen lustigen Abend und haben viel gelacht. Jongmoon war nach 3,5 Stunden Dauerübersetzung ganz froh, dass der Abend vorbei war :D Da über Chuseok fast alle Geschäfte zu haben, Flüge ziemlich teuer und fast alle Busse und Bahnen ausgebucht sind, hat Jongmoon vorgeschlagen mit uns eine Wandertour zu machen. Wir haben uns freitags morgens in Seoul getroffen und waren Proviant einkaufen. Irgendwie haben wir uns dabei total verschätzt und jeder hat zusätzlich circa 7-8 Kilo an Wasser, Essen und sonstigen Getränken mitgeschleppt. Das hat sich schon am ersten Anstieg bemerkbar gemacht :D Nach circa 2,5 Stunden beschwerlichem Aufstieg hatten wir den Berg (1050 Meter) erklommen und wurden mit einem schönen Ausblick belohnt. Aber auch der Abstieg war mit so viel Marschgepäck nicht grade einfach, vor allem mussten wir uns beeilen da wir noch vor Sonnenuntergang den See erreichen mussten an dem wir campen wollten. Nach dem Abstieg machten wir an einem kleinen Tempel rast und wurden prompt von zwei alten Omis angesprochen. Anscheinend sahen wir ziemlich fertig aus, da sie uns angeboten haben uns mit ihrem Pick-up ein paar Kilometer mit ins Tal zu nehmen. Das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen! Also haben wir unsere Rucksäcke auf die Laderampe geschmissen und uns alle auf die Rückbank gequetscht. Durch diese Mitfahrgelegenheit sind wir dann noch rechtzeitig am See angekommen und konnten noch im Hellen nach einem geeigneten Platz suchen um unser Zelt aufzuschlagen. Glücklicherweise hat uns ein alter Dorfbewohner einen perfekten Platz gezeigt an dem es sogar eine Feuerstelle gab. Nach einer ersten Abkühlung im See haben wir gekocht und den Tag am Lagerfeuer ausklingen lassen. Am nächsten Morgen haben wir uns auf den Weg zu „Fähre“ gemacht die Jongmoon für die Rückfahrt in die Zivilisation rausgesucht hatte. Als sich die Fähre dem Ufer näherte trauten wir unseren Augen kaum. Es handelte sich hierbei um ein kleines 8-Mann Boot welches das Dorf mit der nächstgelegen Stadt verbindet. Auf dem Rückweg nach Seoul haben wir uns die Stadt Chuncheon angeschaut und eine kleine Insel (Nami Island) besucht. Dieser Trip war trotz der Anstrengung wirklich großartig! Jongmoon hat es uns sehr einfach gemacht, da er alle Busse, Bahnen und Fähren sowie die Route perfekt durchgeplant hatte. Ich finde es sehr bemerkenswert sich für Menschen die man erst seit circa 3 Wochen kennt dermaßen ins Zeug zu legen!!! So viel erstmal wieder von mir ☺ P.S. Ich bin über meinen Geburtstag nicht zu erreichen, da ich mit Jan und Andre nach Jeju Island fliegen werde.... Und keine Sorge, ich bin hier nicht nur am Reisen und Spaßen haben sondern muss in den Zwischenzeiten auch immer ziemlich viel für die Uni lernen. Es hält sich also gut die Balance Bilder folgen ....

26.9.13 16:07, kommentieren